Schriftenreihe club off ulm eV


Gerhard Curdes

HfG – IUP – ZPI 1969-1972. Gestaltung oder Planung?
Zum Paradigmenstreit der 1960er und 70er Jahre am Beispiel der Hochschule für Gestaltung Ulm, des Instituts für Umweltplanung Ulm und des PLanungsinstituts der Universität Stuttgart

Band 8 | 35,– Euro, ISBN 978-3-939486-94-7, 21,0 x 29,7 cm, 218 Seiten, Broschur, 2015

In der kritischen Phase nach 1968 entwickelte sich das IUP zu einem Forschungslabor, das Rahmenbedingungen und Grundlagen planenden Handelns untersuchte. Das Institut hat Beiträge zur Überwindung des Funktionalismus geleistet und als erster Ort in Deutschland ein Studium angeboten, dessen Kern selbst bestimmte Projekte waren.

Das Buch behandelt die Veränderungen der Designlehre seit den 1960er Jahren, den Paradigmenstreit an der HfG, die letzte Phase der Hochschule für Gestaltung, die Entwicklung der Ziele und Strukturen für eine Nachfolgeinstitution – das Institut für Umweltplanung – und die Begehrlichkeiten um Inhalt und Etat des Instituts der Universität Stuttgart, die letztlich 1972 zu seiner vorzeitigen Auflösung führten. Ein Aufbaustudium, das sich den Metamethoden und Theorien des Planens widmet, ist seitdem nicht mehr entstanden.

Der Autor war Student der HfG, Redakteur der Studentenzeitschrift „output“ an der HfG, Dozent am Institut für Umweltplanung Ulm und Direktor des Instituts und Lehrstuhls für Städtebau und Landesplanung an der RWTH Aachen.


David Oswald, Christiane Wachsmann, Petra Kellner (Hrsg.)

Rückblicke – Die Abteilung Information an der hfg ulm

Band 7 | 35,– Euro, ISBN 978-3-939486-95-4, 21,0 x 29,7 cm, 200 Seiten, Broschur, 2015

Die Abteilung Information war eine einzigartige Institution an einer Gestaltungsschule. Sie geht in ihrer Entstehung auf die Geschichte von Hans und Sophie Scholl zurück, die 1943 von den Nazis ermordet wurden. Nach Kriegsende planten deren Schwester Inge Scholl und Otl Aicher eine politisch orientierte Hochschule in Ulm. Dort sollten Journalisten, Politiker und Gestalter für den Aufbau der Demokratie ausgebildet werden. Daraus wurde 1953 die Ulmer „Hochschule für Gestaltung“.

Die politisch-journalistische Ursprungsidee lebte in dieser Gestaltungsschule weiter – am deutlichsten in der Abteilung Information mit ihrem Fokus auf verbaler Kommunikation. Ihre im vorliegenden Band dokumentierte Geschichte zeigt sie als hartnäckiges Überbleibsel der ursprünglich geplanten politischen Schule.

Wie die bereits erschienenen Bände der Reihe, basiert dieser auf persönlichen Erinnerungen ehemaliger Studierender der HfG Ulm. Ergänzt werden sie durch Beiträge zur Geschichte und Entwicklung der Abteilung, Porträts von Dozenten sowie zahlreiche bisher unveröffentlichte Dokumente und Fotos. Der Band ist somit nicht nur für die Designgeschichte relevant, er dokumentiert auch ein spannendes Stück Nachkriegsgeschichte.

Peter Schubert, Monika Maus (Hrsg.)

Rückblicke. Die Abteilung Film – Institut für Filmgestaltung an der hfg ulm 1960-1968

Band 6 | 35,– Euro, ISBN 978-3-939486-16-9, 21,0 x 29,7 cm, 208 Seiten, Broschur mit DVD, 2012

1962 eröffnet die Abteilung Film als die erste Institution für Filmtheorie und Filmausbildung in der Bundesrepublik. Mit Alexander Kluge und Edgar Reitz werden zwei Initiatoren des Oberhausener Manifests als feste Dozenten angestellt. Ihre Neudefinition des Mediums orientiert sich an der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule sowie am Autorenmodell der Nouvelle Vague: Film als aufklärerisches statt Illusionen erzeugendes Medium, der Regisseur als Gestalter und Produzent, der die wichtigsten Schritte innerhalb des künstlerischen Prozesses selbst kontrolliert.

Von 1962 bis 1968 durchlaufen die Filmabteilung, die als Institut für Filmgestaltung von der HfG zunehmend unabhängiger wird, lediglich 18 Studentinnen und Studenten, von denen fünf in Ulm diplomieren. Mit Filmbeispielen auf einer DVD.


Gerda Müller-Krauspe (Hrsg.)

Rückblicke. Die Grundlehre an der hfg ulm 1953-1960

Band 5 | 30,– Euro, ISBN 978-3-939486-15-2, 21,0 x 29,7 cm, 156 Seiten

Mit den Rückblicken aus den Reihen ehemaliger Grundlehre-Studenten wird das pauschale Bild dieser hfg-›Einjährigen‹ als »untaugliche Abgänger« korrigiert: Die Gründe für ihr vorzeitiges Ausscheiden sind vielgestaltig und das Profil der hfg in den ersten Jahren zumindest noch unscharf. Deutlicher als die Mehrjährigen vermögen sie Auskunft zu geben über Erwartungen und angetroffene Realität auf dem Ulmer Kuhberg.

Sechzehn dieser Ehemaligen einschließlich einem Nachzügler aus dem zweiten Studienjahr haben sich dankenswerterweise zu einer Rückschau bereiterklärt, die Frage nach ihren Motiven für Eintritt und Austritt freimütig beantwortet und ihren oft ungewöhnlichen Lebenslauf beigefügt. Den Autorenrückblicken, angereichert um sechs weitere Beiträge zu Verstorbenen, wird ein kleiner Exkurs zur Grundausbildung an der hfg vorangestellt und ein Resümee nachgeordnet.


Susanne Eppinger-Curdes, Barbara Stempel (Hrsg.)

Rückblicke. Die Abteilung Visuelle Kommunikation an der hfg ulm 1953-1968

Band 4 | 35,– Euro, ISBN 978-3-939486-14-5, 21,0 x 29,7 cm, 224 Seiten, Broschur, 2010

Die Abteilung Visuelle Kommunikation war, an den Studentenzahlen gemessen, die drittgrößte der Ulmer Hochschule für Gestaltung. In ihr waren 137 Studenten eingeschrieben, weitere 21 absolvierten die Grundlehre mit der Absicht, später in der Visuellen zu studieren. Unter den insgesamt 153 Studenten waren 32 weibliche, die größte Anzahl von Frauen aller Abteilungen.

Auffallend ist, wie viel stärker die frühen Jahrgänge heute noch vernetzt sind als die späteren. Dies hat sicher mehrere Gründe: Einmal waren in den ersten Jahren nur wenige Studenten im jeweiligen Studienjahr. Die Anfangssituation – Baustelle, Gründungs-Euphorie – brachte die Leute zusammen.

Entscheidend war aber sicher auch, daß die Studenten ganz verschieden geprägt waren: am Anfang durch den Krieg gebrochene Biografien, Nachkriegs-Lebensläufe, unvollständige Ausbildungen, Erfahrungen in verschiedenen beruflichen Bereichen – später dagegen junge Leute, insgesamt homogener vom Hintergrund her, die ihr Studium an der HfG gut planen konnten. Die Situation der ganzen Gesellschaft hatte sich geändert.

Karl-Achim Czemper (Hrsg.)

hfg ulm. Die Abteilung Produktgestaltung. 39 Rückblicke 

Band 3 | 35,– Euro, ISBN 978-3-939486-32-9, 21,0 x 29,7 cm, 218 Seiten, Broschur, 2008

Mit Beiträgen von Kerstin Bartlmae, Irene Beltzig, Karl Heinz Bergmiller, Monika Buch, Bernhard E. Bürdek, Rido Busse, Reinhart Butter, Ciril Cesar, Karl-Achim Czemper, Frauke Decurtins, Horst Diener, András Dozsa-Farkas, Kinga Dózsa-Farkas, Walter Eichenberger, Peter Emmer, Horst Emundts, Verena Herzog-Loibl, Martin Hess, Armin Höllwarth, Kees Houtzager, Walter Kiehlneker, Ingo Klöcker, Klaus Krippendorff, Immo Krumrey, Hans Jürgen Lannoch, Norbert Linke, Gerda Müller-Krauspe, Christoph Naske, Alexander Neumeister, Marlies Poss, Ana Maria Rutenberg, Walter Schaer, Nikolaus Schmitt-Maass, Hartmut Seeger, Anthony van Hoboken, Andries van Onck, Heinz Wäger, Günter Weimer und Werner Zemp.


Gerhard Curdes (Hrsg.)

hfg ulm. 21 Rückblicke – Bauen, Gemeinschaft, Doktrinen

Band 2 | 21,– Euro, ISBN 978-3-939486-04-6, 21,0 x 29,7 cm, 146 Seiten, vergriffen

Mit Beiträgen von Fritz Bühler, Max Graf, Dominique Gilliard, Urs Beutler, Bertus Mulder, Diego Peverelli, Rupert Urban, Max Herzberg, Roland Lindner, Leonhard Fünfschilling, Marcel Herbst, Klaus Pfromm, Willi Ramstein, Renate Pfromm, Gerhard Curdes, Niklaus Hufenus, Myriam Schoemann, Roel Daru, Jean-Claude Ludi, Fritz-Jürgen Böttcher und Fred Baumgartner.


Gerhard Curdes

Die Abteilung Bauen an der hfg ulm.
Eine Reflexion zur Entwicklung, Lehre und Programmatik

Band 1 | 19,– Euro, 21,0 x 29,7 cm, 60 Seiten, Broschur, 2001, vergriffen


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